Im Motorradrennsport gehört Suzuki zu den bedeutendsten und erfolgreichsten Marken, auch wenn der japanische Rennstall an Honda, Yamaha und Ducati nicht herankommt. In der Konstrukteursswertung des MotoGP liegt das japanische Unternehmen derzeit auf dem vierten Platz. Ingesamt konnten mit den Motorrädern aus Japan bisher jeweils fünfzehn Konstrukteurs- und fünfzehn Fahrerweltmeistertitel eingefahren werden.

Die erfolgreichsten Fahrer auf Suzuki sind der Australier Hugh Anderson, der insgesamt vier Weltmeistertitel holte, der deutsche Hans Georg Anscheidt, der drei Weltmeisterschaften für sich entschied und der Brite Barry Sheen, der sich zwei Weltmeistertitel holte.

Im MotoGP treten im Jahr 2019 die beiden spanischen Fahrer Alex Rins und Joan Mir auf Suzuki an. Der größte bisherige Erfolg von Alex Rins war der fünfte Platz bei der MotoGP Weltmeisterschaft im Jahr 2018. Joan Mir ist im MotoGP noch ein unbeschriebenes Blatt, wurde jedoch im Jahr 2017 Moto3-Weltmeister auf einer Honda.

Die Geschichte von Suzuki

Suzuki wurde im Jahr 1909 von Michio Suzuki im japanischen Hamamatsu gegründet. Zu dieser Zeit stand aber nicht die Produktion von Motorrädern oder anderen motorisierten Fahrzeugen im Fokus, sondern die Produktion von Webstühlen. In dieser Branche war Suzuki sehr erfolgreich, sodass das Unternehmen bereits im Jahr 1920 als Suzuki-shiki shokki K.K. an die Börse ging.

Schon damals dachte man bei Suzuki daran, eigene Autos zu entwickeln, vor allem weil Japan gegenüber Amerika und Europa damals noch sehr rückständig war, was den Fahrzeugbereich anging, Japan jedoch vor einer steigenden Nachfrage stand. So kaufte der Gründer Michio Suzuki im Jahr 1936 einen britischen Austin 7, um das Auto mit seinen Ingenieuren zu zerlegen und darauf basierend einen Prototyp für ein eigenes Fahrzeug zu entwickeln. Dieses wurde im Jahr 1937 präsentiert. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Produktion von Fahrzeugen jedoch stark zurückgefahren.

Sein erstes motorisiertes Zweirad stellte Suzuiki im Jahr 1952 vor. Es handelte sich um ein Fahrrad, das mit einem 36-Kubikzentimeter-Motor angetrieben wurde und den Namen Power Free enthielt. Ein Jahr später stellte Suzuki das Diamond Free vor, ein zwei PS starkes Motorrad mit einem Sechzig-Kubikzentimeter-Motor. Im Jahr 1954 wurde das erste „richtige Motorrad“ unter den Namen Colleda vorgestellt, das über einen Neunzig-Kubikzentimeter-Viertraktmotor verfügte. Gemessen an den damaligen Standards war die Colleda ein sehr innovatives Fahrzeug, das stark an die europäischen Vorbilder angelehnt war. Es dauerte nicht lange, bis die Colleda auch mit stärkeren Motoren angeboten wurde.

Heute produziert Suzuki an insgesamt sechs Produktionsstandorten in Japan und weiteren Produktionsstätten in China, Indonesien, Thailand, Pakistan, Indien, Ungarn, Spanien und Ägypten und beschäftigt weiltweit rund 51.000 Mitarbeiter.

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