Der bereits verstorbene Spanier Ángel Nieto Roldán gehört zweifelsohne zu den erfolgreichsten Rennfahrerlegenden im Motorradsport. Er wurde am 25. Januar 1947 geboren und starb am 3. August 2017 in der Folge eines schweren Verkehrsunfalls mit einem Quad auf der Insel Ibiza.

Der Spanier gehörte über zwanzig Jahre zur absoluten Weltspitze im Motorradsport und holte sich insgesamt neunzig Grand-Prix-Siege und dreizehn Weltmeistertitel. Zu seinem Leid stand er oft im Schatten der Piloten, die auf größeren Maschinen ans Rennen gingen.

Eigentlich war vorgesehen gewesen, dass Ángel Nieto einmal die Eierhandlung seiner Eltern übernehmen sollte, doch schon in frühen Jahren zeigte der junge Spanier seine sportlichen Ambitionen. Begonnen hat er mit Seifenkistenrennen und Radrennen in der Grundschule. Im Alter von zwölf Jahren bekam er die erste Möglichkeit, an Motorradrennen teilzunehmen, als er als Lehrling in einer benachbarten Motorradwerkstatt begann.

Nieto fuhr nie in der MotoGP-Klasse sondern machte sich in der kleineren 125-Kubikzentimeter-Klasse einen großen Namen. Seine ersten Titel gewann er mit einer Derbi, später fuhr er auf Bultaco, Kreidler, Garelli und Minarelli.

Ángel Nieto war ein sehr abergläubischer Mensch, der nie von seinen dreizehn Weltmeistertiteln sprach sondern immer von 12 + . Er war immer als charismatische Persönlichkeit im Motorsport bekannt, der auch nach seiner aktiven Karriere als Teammanager noch lange dem Motorsport erhalten blieb.

Auch sein Sohn Pablo Nieto sowie sein Neffe Fonsi Nieto waren im Motorradrennsport erfolgreich.

Noch zu Lebzeiten wurde eine Dokumentation über den beliebten spanischen Rennfahrer mit dem Titel „Ángel Nieto: 12+1“ gedreht, die 2005 ausgestrahlt wurde. In diesem Film wurde seine gesamte Karriere mit seinen schärfsten Konkurrenten und seinen besten Momenten dargestellt. Auch zahlreiche Rennfahrer, die Nieto als großes Vorbild hatten, kamen zu Wort.

Im Jahr 2018 wurde im spanischen Jerez de la Frontera die Rennstrecke zu Ehren Nietos in Ciruito de Jerez Ángel Nieto umbenannt und mit einer Statue des beliebten Motorradrennfahrers versehen.

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